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Tresterer

Der Brauch

 

Das Trestern gilt als ältester Pinzgauer Perchtentanz. In der Zeit zwischen dem heutigen Weihnachten und dem Dreikönigstag, den „Rauhnächten“ liefen schon vor über 1000 Jahren die Tresterer um „Reim“ in die Bauerngehöfe zu bringen und führten den einzigartigen Stampf- und Sprungtanz auf. Die erste schriftliche Überlieferung des Brauches gibt es laut   Perchtenverbotsprotokollen um 1650.


Zwei Grundtypen lassen sich beim Perchtentanz unterscheiden: Der Tanz ohne Musik, der im Allgemeinen „Trischlag“ heißt und der Tanz mit musikalischer Begleitung, der „Spieltanz“.


Auffallend ist die Gepflogenheit bei einem Perchtentanz immer je zwei Trischläge und einen Spieltanz zu verbinden. Über die Bedeutung dieses Tanzes gehen die Meinungen auseinander, einmal wird er mit dem Hereinholen und Stampfen (=Trestern) des Getreides in Verbindung gebracht, zum anderen sollen durch das Trestern Boden und Acker geweckt werden.


Man vermutet deshalb aber auch dass, wie viele alpine Schaubräuche auch das „Trestern“ auf die Kelten zurückgeht. Denn mit den Maskenzeremonien  und –umzügen wollten die frühen Völker zweierlei erreichen:


Zum einen sollten durch die Darstellung der guten bzw. lichten Götter deren Kraft und Segen beschworen und die von ihnen geschaffene Weltordnung verherrlicht werden. Zum anderen sucht man durch die Nachahmung der bösen Dämonen und Geister, durch abschreckende Masken, rhythmisches Stampfen, Lärmerzeugen und Feuer die Mächte der Finsternis zu schrecken, zu überlisten und abzuwehren.


Auf jeden Fall stellt das Pinzgauer Trestern, mag es auch noch so viele Parallelen geben, mögen noch so viele Einzelzüge zu Bräuchen und Kulturhandlungen anderer Gebiete hinweisen, in seiner Art eine Einmaligkeit, eine Sonderform dar.

Brauchtumsgruppe Glocknerpass mit den Tresterer aus Bruck